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Firenze – La mattina presto

Die Fahrt mit dem ICE war langweilig. Also richtig langweilig. Gerade aus Hamburg raus, verzeichnete unser Zug sschon eine Verspätung von 20 Minuten. Okay …. Die Tour nach Florenz fällt ins Wasser ….. Nachdem es dann bekannt war, dass wir definitiv NICHT um 21:08 Uhr in München sein werden, hatte ich das Thema Italien schon abgeschlossen. Ihr könnt euch nicht vorstellen ,wie der Zug (insbesondere mein und der Nachbarstisch) gejubelt haben. Ich habe im Zug eine supernette alte Dame kennengelernt.

Im CNL wurde ich dann von einem Niederländer und zwei Niederländerinnen begrüsst. Ebenfalls sehr lieb. Dazu aber mehr in meinem CNL Nachtzug Bericht später.

Mit 30 Minuten Verspätung bin ich nun in Florenz angekommen, musste erstmal Kippen verteilen und habe mir meinen ersten Cappucchino auf italienisch bestellt. Das nicht gerollte R hat mich als Tourist verraten. Mich grüssen Leute, die ich noch nie gesehen habe. Eine ältere Frau fragte mich, wo welcher Bus nach irgendwo fährt. Ich hab nur mit “ähhhh … Ähhhhhhhhhhh” geantwortet. Oma freute sich.

Jetzt stehe ich hier am Bahnhof, werde erstmal wach und orientiere mich. Dann werde ich meine Tour in Florenz beginnen. Müde, unausgeschlafen, auf dem Kopf ähnlich einem benutzten Wischmop.

Ein ausführlicher Bericht folgt dann heute Abend. Inkl. Bilder!

Arrivederci,
CeeJay

10.2.16 11:24


Die Angst vor dem Unbekannten

Einen Tag vor der Tour bin ich nicht mehr so tough. Nervenflattern und Angst vor dem Unbekannten macht sich breit. Ich überlege, wovor ich Angst habe.

Vor den Kilometern? -Nein! Meine Bestzeit liegt bei 15km joggen. Dann werde ich auch 15km zu Fuss latschen können. Zur Not gibt’s Busse.

Davor, dass der Plan schief läuft? -Nein! Ich hab ja noch Plan B und C und D und ….

Davor, dass ich mich nicht richtig verständigen kann? -Nein! Man wird mich schon nicht köpfen, wenn ich ein englisches Wort in meinen italienischen Satz baue. Zur Not habe ich Stift und Zettel zum Aufmalen.

Vor der Entfernung? -Vielleicht! Italien ist ja nicht gerade um die Ecke.

Vor dem, was mich dort erwartet? -Ja!

Ich weiss nicht, was mich dort erwartet. Die Städte Florenz und Rom werden voll sein mit Touristen und ich habe eine Orientierung, wie 10km Pflastersteine. Klar, ich kann mich rumfragen, hab Kompass und Karte und das notwendige Wissen, wie ich mich von Punkt zu Punkt bewegen kann. Aber reicht das?

Ich habe das Gefühl, als hätte ich noch nie ein italienisches Wort gehört. Mein Vokabular ist bislang jedoch im Kopf abrufbar. Ich habe meine Packliste tausend Mal geprüft und sie ist vollkommen okay.

Meine Achillessehne hat sich auch recovered, Knieprobleme habe ich nicht.

Morgen fährt mich Storno zum Bahnhof. Dann nochmal zum Abschied meine Kleine kuscheln. Und dann sitz ich im ICE nach München. Erst einmal muss ich bammeln, dass ich diesen verflixten Anschlusszug bekomme. Vielleicht ist das u.A. meine grösste Sorge.

Ich hab ja grad echt ’n bissl Schiss :D

10.2.16 11:08


Packliste - Finale Version

Die finale und abgespeckte Version meiner Packliste für sechs Tage unterwegs.

 

Der grosse böse Rucksack
Schlafsack
Mückennetz
Hängematte
Vier Spanngurte
Ein langes Seil

Regenponcho
Unterwäsche
Dünne Jacke
Fünf Hosen (ein Lange, eine 3/4, drei Kurze)
Zwei paar Schuhe
Kniebandage
Cappy
Halstuch (Loop)

Jod-Salbe
Wundsalbe
Elotrans
Creme
Wundpflaster
Octanisept
Kopfschmerztabletten
Reisetabletten
Schmerzmittel

Solar-Akkulader am Rucksack
Verschiessbarer Karabiner
Kompass

Zwei Hitzebeutel
Gaskocher
Ersatzkartusche
Feldtöpfe
Plastik-Klappbesteck
Vier Einheiten Dosenaufschnitt
Ein Dosenbrot
Drei Einheiten Aufstrich
Sechs Einheiten Sportpulver (ISO)
Streichhölzer
Kaffeeextrakt
Kaffeeweisser
Tee
Zucker
Trinkbeutel
Eine Einheit Mittagessen
Eine Einheit Nachtisch

Ersatzbatterien
Ersatzfeuerzeuge
Sekundenkleber
Taschenlampe
Normales Ladegerät

Zwei Reisehandtücher
Zwei Lappen
Duschgel/Shampoo
Haarspray
Kajalstift
Spiegel
Pinzette
Rassierer
Zahnbürste
Zahnpasta
Feuchttücher
Autan-Spray Plus
Lippenbalsam
Ohropax
Haarbürste plus Haargummis
Mülltüten

3l Camelback
Eine Ersatzflasche Wasser

Hüfttasche plus Zusatzbeutel
Joghurt-Gums
Panzerkekse
Drehtabak
Blättchen
Stadtplan Florenz/Rom
Zugtickets
Personalausweis
Bankkarte
“Fotos”
Landkarte
Portemonaie
Multitool
Messer
Zusatzakkus
Zusatzspeicherkarte
Kopfhörer
Rotlicht-Lampe
Notizblock
Zwei Kugelschreiber
Feuchttücher

Kleiner Rucksack
Praktisch eine abgespeckte Version meiner Hüfttaschen, wenn ich mal in der City auf Tour bin <img src=" class="middle" src="https://i1.wp.com/static.blog.de/img/smilies/icon_wink.gif" />

Für mich meine ultimative Packliste!

 

10.2.16 11:07


Schlafen unter'm freien Himmel

Von gestern auf heute fand eine Probetour statt mit vollem Gepäck und insgesamt rund 20km geschafften Kilometern mit falschen Schuhen. Jeder Schritt war, am Ende hin, eine Tortour und meine Füsse werden mir das eine ganze Zeit lang nicht vergessen.

Während ich auf der Suche nach dem Markierungspunkt meines Schlafplatzes war, bin ich auf ziemlich seltsame Fussspuren gestossen, die ich nicht zuordnen kann. Die Spur hat die Grösse eines mittelgrossen Hundes mit einem ziemlich breiten Ballen und drei Krallen. Ähnlich, wie die vom Wildschwein, nur noch mit einem “Mittelzinken”.

 

 

Nach einiger Zeit gab es dann endlich die Sichtung der Markierung. Eine nette, ruhige Ecke. Nach aussen ziemlich dicht bewaldet und innen sehr … Naja … Luftig :D
Da ich sowieso schon ’nen Mordskohldampf geschoben, war erstmal Auspacken und Lager aufbauen angesagt. Der Regenponcho diente in diesem Fall als “Teppich”. Spinne, Ameise und Käfer waren natürlich herzlich zu meinem 3-Gänge-Menü eingeladen <img src=" class="middle" src="https://i1.wp.com/static.blog.de/img/smilies/icon_wink.gif" />


An Einschlafen war ab 21:30 Uhr irgendwie nicht zu denken. Aufgrund der riesigen Menge Flüssigkeit, bin ich im Minutentakt immer wieder raus. Und während ich dann aus meiner Hängematte so spazieren gucke, erscheint unter mir – direkt neben meinen Schuhen – eine kleine graue Waldmaus. Super …. Also wieder raus und Schuhe an den Baum binden.

Zur Nacht hin war es weniger gruselig. Eingemummelt in den Schlafsack, lässt sich die Hängematte hervorragend zu einem kleinen Kokoon drehen. Wichtiges Zeug konnte man dabei in eine kleine Innentasche verstauen und den Camelback habe ich an der Kopfhalterung befestigt – sollte ich mal Durst bekommen.

Da lag ich also rum. Ab 22 Uhr hatten die Vögel sich dann auch ausgezwitschert und man hörte nur die Autos oder mal irgendwas knacken. Eigentlich war ich relativ entspannt, aber Schlafen war unmöglich. Nach Einbruch der Dunkelheit kam irgendein grösseres Tier (ab Igel aufwärts) auf die Idee, sein Futter geräuschvoll direkt unter dem Kopfende der Hängematte zu sich zu nehmen. Dann war 5 Minuten Ruhe, Tier rannte weg und 5 Minuten später kaute und crunchte er an derselben Stelle weiter.

Bei Mitternacht rum knarrte und knartze es dann ganz gewaltig hinter mir, so dass meine hohe Hängematte mir vorkam, als würde ich in Wirklichkeit am Boden liegen. Dem Krach nach zu Urteile war es ein ausgewachsener Dinosaurier. In Wirklichkeit war es vermutlich eine Wildsau, denn in unmittelbarer Nähe hat jemand vom Rest der Familie zwei ohrenbetäubende Nieser losgelassen. Also hab ich mal gaaannnzz laut gehustet und dann war’s dann auch vorbei mit dem Radau.

Alles in allem war es eine sehr ruhige und abenteuerreiche Nacht und am nächsten Morgen habe ich zum ersten Mal zwei wilde Füchse in freier Natur beobachten können. Beide umkreisten mein Lager in Rund 15m Entfernung, trauten sich jedoch nicht näher ran, obwohl ich wirklich sehr leise war. Schade eigentlich. Rehe habe ich leider keine gesehen.

Beim nächsten Mal vielleicht <img src=" class="middle" src="https://i1.wp.com/static.blog.de/img/smilies/icon_wink.gif" />

 

10.2.16 11:06


Die Vorfreude und der Schwermut

Es ist jetzt 09:19 Uhr am Donnerstag morgen:

18 Tage, 05 Stunden und 40 Minuten bis zur Tour
10 Tage bis zum Urlaubsstart, davon
6 lange, nervende Arbeitstage
3 endlos lange Wochenenden

Da arbeitet man nun über ein halbes Jahr auf diese spezielle Woche hin, freut sich, wie ein Honigkuchenpferd und kann den Tag der Abfahrt gar nicht mehr erwarten. Seit Januar prügel’ ich mir die italienische Sprache in den Kopf, damit ich mich dort wenigstens vernünftig verständigen kann. Ich plane meine Packliste, die Route, was ich wie wo warum tun werde. Alleine die Planungen haben solch einen Spaß gemacht, die erste Packprobe mit dem Rucksack und das ständige Hin- und Hersortieren.

Und danach?
Danach geht es nach Hause, ich räume meinen Kram weg, schaue mir Fotos an und werde mich vermutlich weniger freuen, dass der Alltag mich wieder hat. Keine Bahnfahrten mehr, wo ich, mit dem Tablet auf dem Schoss, italienische Vokabeln büffel. Vielleicht sollte ich weniger zukunftsorientiert sein, aber danach gibt es einfach (erstmal) nichts mehr, worauf ich mich freue. Nächstes Jahr im Dezember habe ich die Philippinen auf dem Zettel, allerdings mehr zum Urlaub, statt zum Backpacken.

“Danach” dauert jetzt allerdings noch ein paar Wochen und jetzt freue ich mich erst einmal weiter auf die Zugfahren, die Tour, die Städte, die Leute (die hoffentlich nicht soviel Smalltalk fordern ) und natürlich auf eine Woche lang alleine sein!

P.S.: Richtig, ich habe meinen Urlaubsstart um 3 Tage vorgezogen :D :D

10.2.16 10:53


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